Ausstellung von Giannis Albanis
26/05/21 - 26/06/28
Ich finde, er malt nicht wie ein Kind - Wahrnehmung, Freiheit oder Absicht?
Die Ausstellung versteht sich weniger als Aussage denn als Frage nach unserem Blick auf Malerei. Die häufige Zuschreibung des „Kindlichen“ beschreibt hier nicht die Bilder selbst, sondern die Erwartung des Betrachters.
In seinen Arbeiten bewegt sich Giannis Albanis zwischen impressionistischen, expressionistischen und sachlichen Einflüssen, ohne sich einem Stil zu unterwerfen. Landschaften, Architektur und Porträts bleiben erkennbar, werden jedoch nicht beschrieben, sondern geordnet. Einfache Gestaltungsformen strukturieren den Bildraum, während die Farbe sich von lokaler Bindung löst und zu einer eigenen Erscheinung wird.
So entsteht kein Abbild, sondern eine Relation: zwischen Gesehenem und Unterbewusstem, zwischen Gegenstand und seiner inneren Vorstellung.
Die bewusste Vereinfachung bedeutet keine Reduktion, sondern Konzentration. Hinter der ruhigen Formensprache steht das Streben nach einer übergeordneten Ordnung und einer zeitlosen Schönheit — einem Ideal, das bereits die Kunst in der Antike durchzog. Die Ölmalerei verdichtet diese Haltung zu geschlossenen Bildgefügen, während Pastell-, Wasser- und Gouachearbeiten den offeneren Entstehungsprozess zeigen, sie zeigen das Bild als Annäherung. Das vermeintlich Kindliche erweist sich dabei als präzise Entscheidung: als Versuch, Sehen neu zu gewinnen und künstlerische Ambitionen zu vertiefen.
Wir freuen uns, Sie in der Ausstellung begrüßen zu dürfen.
Donnerstag, 21.05.2026, 18 Uhr
Vernissage
Sonnabend, 23.05. bis Montag, 25.05.2026, 10-18 Uhr
Kunst:offen in Sachsen
Mittwoch, 10.06.2026, 14 Uhr
Kreischaer Kulturnachmittag
Donnerstag 25.06.2026, 18 Uhr
Finissage
Die Ausstellung kann vom 21. Mai bis 28. Juni täglich von 11:00 bis 18:00 Uhr besichtigt werden.
Weitere Informationen unter: www.quohrener-leben.de